20¢ Tüte Bonbons Sammlung

Künstlerische Erklärung

Die Atmosphäre dieser Serie ist kontemplativ und etwas melancholisch, was einen bewussten Akt der selbst auferlegten Isolation und eine leise Ablehnung der allgegenwärtigen Natur der Technologie andeutet.

Bei der Schaffung dieser Werke wollte ich erforschen, was passiert, wenn Stille lauter wird als Lärm. Wenn die Abwesenheit ständiger Konnektivität uns zwingt, mit uns selbst zu sein. Jedes Stück ist eine Meditation über die Einsamkeit in einer hypervernetzten Kultur, in der Stille fast radikal wirkt.

Die Kollektion „20¢ Bag of Lollies“ greift Fassaden einer vergangenen Ära auf – Milchbars, Videotheken, Telefonläden, Fernsehreparaturen – und interpretiert sie als Orte des Rückzugs statt des Kommerzes neu. Ihre Türen sind geschlossen, ihre Stimmen verstummt, ihre ehemaligen Zwecke in der Zeit schwebend. Eine einsame Figur steht vor jeder Schwelle, weder eintretend noch verlassend, einfach existierend im Dazwischen.

Auf den ersten Blick sind die türkisfarbenen Wände und die rote Figur optisch auffällig, minimalistisch und doch filmisch. Die Ladenfronten wirken vertraut: die Orte, an denen wir einst eine Tüte Bonbons kauften oder ein Video für das Wochenende ausliehen. Jetzt geschlossen, stumm und neu interpretiert, lassen sie uns innehalten. Es ist, als würde man einen alten Freund treffen, den man seit Jahrzehnten nicht gesehen hat, nur um festzustellen, dass er sich verändert hat oder verschwunden ist. Diese Bilder sind unheimliche Erinnerungen daran, wie schnell diese Orte verschwanden, ersetzt durch digitale Bequemlichkeit.

Die einsame Figur fühlt sich wie wir an: klein vor den Fassaden, stehend vor einer verschlossenen Erinnerung, sich fragend, ob ein Betreten uns mit etwas Verlorenem wieder verbinden würde oder ob die Leere selbst der Punkt ist. Der Effekt ist sowohl nostalgisch als auch beunruhigend und regt zum Nachdenken darüber an, wie viel des Lebens sich hinter Bildschirme verlagert hat und was wir möglicherweise verpassen.

Für manche mögen diese Werke direkte Erinnerungen wecken: „Erinnerst du dich, als …?“ Für andere fühlen sie sich wie Echos überlieferter Geschichten an. So oder so lädt die Serie uns ein, innezuhalten, zu sprechen, uns zu erinnern. Vielleicht sogar ein wenig Traurigkeit zu empfinden, aber auf eine schöne Art. Sie erinnert uns nicht nur daran, was vergangen ist, sondern auch daran, wie wichtig es ist, in einer Welt, die sich ständig bewegt, an der Langsamkeit festzuhalten.

 

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Alle Kunstwerke von Lisa Saad werden als limitierte Fine-Art-Fotodrucke und gerahmte Leinwanddrucke produziert. Jedes Werk wird professionell mit archivtauglichen Giclée-Druckverfahren und archivtauglichen Pigmenttinten auf hochwertigem Fine-Art-Papier oder Museumsleinwandmaterialien gedruckt, um eine außergewöhnliche Langlebigkeit, Farbstabilität und Präsentationsqualität zu gewährleisten.